impfen

impfen

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imp|fen ['ɪmpf̮n̩] <tr.; hat:
[jmdm.] einen Schutzstoff gegen eine bestimmte gefährliche Krankheit zuführen:
Kinder [gegen Tetanus] impfen.

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ịmp|fen 〈V. tr.; hat
1. jmdn. \impfen bei jmdm. eine Impfung vornehmen
2. 〈Bot.〉 veredeln, pfropfen
[<ahd. impfon, engl. imp <lat. imputare „ein Pfropfreis einsetzen, veredeln“; im 18. Jh. in der jetzigen Bedeutung in die medizin. Fachsprache übernommen]

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Ịmp|fen [griech. emphyteúein = einpflanzen, pfropfen]:
1) in der Medizin das Einbringen eines Impfstoffs in den Organismus zwecks aktiver Immunisierung
2) in der Mikrobiologie u. Bakteriologie die Übertragung von lebenden Mikroorganismen auf Nährmedien zur Erzeugung von Kulturen;
3) in der Chemie das Einbringen winziger Mengen von als Kristallisationskeime wirkenden Stoffen (Impfkristalle) in unterkühlte bzw. übersättigte Lösungen oder Schmelzen zwecks Induktion des Kristallisationsprozesses;
4) in der Landwirtschaft das von Flugzeugen vorgenommene Ausbringen von Kristallkeimen über übersättigten Regen- oder Hagelwolken zur gezielten Erzeugung von Niederschlägen.

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ịmp|fen <sw. V.; hat [mhd. impfen, ahd. impfōn, impitōn < (m)lat. imputare, von griech. emphyteúein = 1pfropfen, veredeln; die heutige Bed. seit dem 18. Jh.]:
1. jmdm. einen Impfstoff verabreichen, einspritzen od. in die Haut einritzen:
Kinder gegen Pocken, Masern, Diphtherie i.;
sich vor einer Reise i. lassen;
Ü den muss ich noch i. (ugs.; ihm einschärfen, was er zu tun od. zu sagen hat);
er ist geimpft (indoktriniert) worden.
2. (Landwirtsch.) dem Boden Bakterien od. bakterienhaltige Substanzen zuführen:
den Boden i.
3. (Biol.) Mikroorganismen in einen festen od. flüssigen Nährstoff einbringen, um sie zu züchten.

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ịmp|fen <sw. V.; hat [mhd. impfen, ahd. impfōn, impitōn < (m)lat. imputare, LÜ von griech. emphyteúein = 1pfropfen, veredeln; die heutige Bed. seit dem 18. Jh.]: 1. jmdm. einen Impfstoff verabreichen, einspritzen od. in die Haut einritzen: Kinder gegen Pocken, Masern, Diphtherie i.; sich vor einer Reise i. lassen; Ü den muss ich noch i. (ugs.; ihm einschärfen, was er zu tun od. zu sagen hat); er ist geimpft (indoktriniert) worden; Beide sind ... von bezwingendem Ausdruck, mit starkem Willen geimpft (Grass, Butt 170). 2. (Landw.) dem Boden Bakterien od. bakterienhaltige Substanzen zuführen: den Boden i.; ... ein paar Schaufeln reife Komposterde. Sie impfen den neuen Kompost mit Mikroorganismen wie die Hefe den Kuchenteig (natur 2, 1991, 82). 3. (Biol.) Mikroorganismen in einen festen od. flüssigen Nährstoff einbringen, um sie zu züchten.

Universal-Lexikon. 2012.

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Synonyme:

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